Anwälte für Strafrecht
Das Strafrecht als eigenständiger Bestandteil des öffentlichen Rechts ist nicht der öffentlichen Verwaltung, sondern der Strafgerichtsbarkeit zugeordnet und gliedert sich in zwei Hauptzweige. Während das formelle Strafrecht vor allem Strafverfahrensrecht ist, handelt es sich beim materiellen Strafrecht um das Kernstrafrecht, das im Strafgesetzbuch und in zahlreichen nebengesetzlichen Bestimmungen geregelt ist.
Das Strafrecht beschäftigt sich mit dem Rechtsgüterschutz durch das Einwirken auf menschliches Verhalten. Durch die Strafnormen sollen Menschen zu einem rechtskonformen Verhalten bestimmt und von Handlungen abgehalten werden, die fremde Rechtsgüter schädigen. Die Regelungen, unter welchen Voraussetzungen, in welchem Verfahren und in welchem Umfang die Strafe über einen Menschen zu verhängen und vollziehen ist, sind Bestandteil des Strafvollzugsrechts.
Hauptziel des Strafrechts
Das Strafrecht befasst sich mit der Verletzung von geschützten Rechtsgütern, wobei diese nur dann mit Strafe bedroht werden soll, wenn die Möglichkeiten des Zivil- und Verwaltungsrechts nicht ausreichen, um einen Rechtsgüterschutz herbeizuführen.
Hauptziel des Strafrechts ist es, den Rechtsfrieden aufrechtzuerhalten, wobei der gesetzgeberische Einsatz des Strafrechts aufgrund des verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsprinzips immer nur letztes Mittel sein sollte.
Die Tat als zentraler Begriff des Strafrechts
Nicht nur eine Tat, sondern auch eine Nicht-Tat in Form einer Unterlassung kann strafbar sein. Hat ein Täter schuldhaft gehandelt, wobei sein Handeln oder Nicht-Handeln zielgerichtet war, wird eine Strafe ausgesprochen, sofern die Tatbestandsmäßigkeit, Rechtswidrigkeit und Schuld erwiesen sind. Während das Strafrecht bei vorsätzlichen Straftaten zwischen Täterschaft (Täter oder Mittäter) und Teilnahme (Anstiftung oder Beihilfe) unterscheidet, gibt es bei Fahrlässigkeitsdelikten nur die Täterschaft.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 23.11.2011
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.